#FaktenFreitag – Wundversorgung und Hautpflege

Wundversorgung und Verbandswechsel


Zur Wundversorgung zählen auch regelmäßige Verbandswechsel. Normalerweise werden die Verbände alle zwei Tage gewechselt. Sollten diese sich jedoch lösen oder lockern, müssen sie eher gewechselt werden, um Faltenbildung und daraus entstehende neue Blasen zu verhindern. Je nach Ausprägung und Form von Epidermolysis Bullosa, ist bei einigen Betroffenen ein täglicher Verbandswechsel notwendig.


Wichtig beim Verbandswechsel ist, dass die durchführende Person sich vorher die Hände desinfiziert. Das Entfernen der alten Verbände sollte außerdem so schmerzfrei wie möglich gehandhabt werden. Um das zu gewährleisten, muss auf die richtigen Materialien gesetzt werden. Diese dürfen nicht kleben, wie zum Beispiel Pflaster es tun, um keine Hautverletzungen hervorzurufen. Auch wenn kein klebendes Material verwendet wird, können eingetrocknetes Blut oder Wundflüssigkeiten den Verband verkleben. Dieser sollte niemals mit viel Kraft oder Gewalt entfernt werden, da das extreme Schmerzen und wiederaufreißende Wunden mit sich ziehen würde. Verklebte Stellen sollten daher am besten mit Wasser oder einem speziellen Spray vorher aufgeweicht werden.


Sanft haftende Verbände sollten die erste Wahl sein. Als sanft haftend gelten zum Beispiel Verbände mit Silikonbeschichtung. Im Gegenteil zu einem klebenden Verband mit Polyacrylatkleber ist Silikon immer wieder haftend. Wir als Adservior gemeinnützige GmbH beraten gerne bei der Produktauswahl. Wir arbeiten hersteller- und produktneutral und können euch mit unserer langjährigen Erfahrung weiterhelfen. Ihr habt Fragen zu Verbandsmaterial, dem Verbandswechsel allgemein oder anderen Aspekten der Wundversorgung? Kontaktiert uns und stellt uns eure Fragen – wir sind für euch da!




Hautpflege


Um Hauttrockenheit zu vermeiden, die den Juckreiz steigern würde, ist es wichtig, die Haut gut und regelmäßig zu pflegen. Bei der Hautpflege können jedoch nicht alle Produkte bedenkenlos verwendet werden. Cremes sollten eine Wasser-in-Öl-Basis haben, da diese die Haut stark fetten. Die Eigenschaften der fetthaltigen Anteile stehen im Vordergrund, jedoch erleichtern die wässrigen Anteile das Einziehen in die Haut. Meist bleibt bei solchen Cremes für einige Zeit ein glänzender Fettfilm zurück: die Wasser-in-Öl Cremes haben somit eine hohe Schutzwirkung auf die Haut. Es sollte vermieden werden, Öl-in-Wasser Cremes zu verwenden, denn Fett wie z. B. Vaseline und Co. trocknen die Haut eher aus. Bei Wasser-in-Öl Cremes, Emulsionen etc. wird das Wasser hingegen an die Haut abgegeben.


Zusatzstoffe (meist Duftstoffe) sollten vermieden werden, damit Hautreizungen oder auch allergische Reaktionen minimiert werden. Außerdem sollte auf austrocknende Substanzen (alkoholhaltige Hautpflegeprodukte, Puder, Seifen) verzichtet werden. Auf Wunden sollten keine Cremes, sondern eher Wundgele verwendet werden.


Ihr habt Fragen zu Produkten, Anwendung etc.? Dann nehmt gerne Kontakt mit uns auf!


Euer Adservior Team



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