#FaktenFreitag – EB und Sport

Das neue Jahr ist jetzt schon seit über zwei Wochen im Gange. Viele Neujahrsvorsätze wurden sicher schon wieder an den Nagel gehängt. Einer der beliebtesten Vorsätze ist es, mehr Sport zu treiben. Doch wie sieht es mit Sport bei Epidermolysis Bullosa aus? Ist das überhaupt möglich und was muss beachtet werden?


Normalerweise ist Sport wichtig, um Gesundheit, Mobilität, Muskeln und Knochen zu stärken. Diese Punkte sind gerade bei EB wichtig. Jedoch muss hier die sportliche Betätigung vernünftiger Weise eingeschränkt werden, da das Verletzungsrisiko der Haut zu groß ist. An besonders empfindlichen Stellen sollte der Körper mit Verbänden abgepolstert und geschützt werden. Kindern sollte mit ein wenig Einschränkungen erlaubt werden zu spielen und sich so gut sie können zu bewegen, um ihre Grenzen kennen zulernen, aber vor allem, um ihre Koordination und Beweglichkeit zu verbessern.


Welche Sportarten oder Übungen sind also angemessen und gut durchführbar für einen EB-Betroffenen? Komplett verallgemeinern können wir diese Antwort nicht, da jeder Betroffene sowie seine Beeinträchtigungen individuell sind. Beispielsweise können turnerische Übungen wie z. B. beim Schulsport angepasst werden: Übungen auf dem Boden können abgewandelt werden, sodass das Schmetterlingskind stehen bleiben kann oder die Aufgabe im Liegen auf einer weichen Schaumstoffmatte durchführt. Auf Aktivitäten, die starke Reibung verursachen, sollte hingegen lieber komplett verzichtet werden. Dazu zählen langes Knien, Handstände, …Schwimmen klingt da erst einmal nach einer guten Alternative, da im Wasser keine zusätzliche Reibung entsteht. Jedoch ist das für die meisten Betroffenen gar nicht möglich, da keiner für den Verbandswechsel zur Stelle ist, dieser nach dem Baden Stunden dauert. Die Betroffenen kühlen dabei in der Badeanstalt aus, was dann zu einer Erkältung führen kann. Zudem könnte am nachfolgenden Schulunterricht nicht teilgenommen werden.


Grundsätzlich ist mit EB jede Sportart möglich, verursacht aber Schmerzen und kann zu Verletzungen und Wunden führen. Viele Betroffene nehmen diese Schmerzen sowie kleine Wunden in Kauf, um einfach Spaß zu haben und ihre Lebensqualität zu steigern.


Abschließend können wir sagen: Versucht alles aus, seid mutig und traut euch oder eurem Kind alles zu! Wenn ihr unsicher seid, was ihr ausprobieren könnt, dann wendet euch gerne an uns.


Euer Adservior Team



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