#FaktenFreitag – Die Flügel eines Schmetterlings

Die Temperaturen steigen, die Bäume blühen, die Sonne strahlt und es bleibt abends länger hell: Der Frühling ist in vollem Gange! Jetzt kann man auch die ersten Schmetterlinge entdecken. Denn einige, wie z.B. Zitronenfalter, überwintern in vor Frost geschützten Verstecken. Epidermolysis Bullosa wird auch Schmetterlingskrankheit genannt, weil die Haut der Betroffenen so verletzlich ist, wie die Flügel eines Schmetterlings. Daher wollten wir einmal genauer auf Schmetterlinge und ihre Flügel eingehen.


Kommt man mit den Fingern gegen die Flügel eines Schmetterlings, so bleibt sogenannter Schmetterlingsstaub daran zurück. Allerdings ist dies kein Staub, sondern mikroskopisch kleine Schuppen, die wie das menschliche Haar aus Chitin bestehen. Bei Druck und Berührung lösen sich diese Schuppen aus ihrer Verankerung am Flügel. Für den Schmetterling haben sie wichtige Funktionen: Einerseits geben sie ihm seine Färbung. Durch ihre rillenartige Oberfläche wird das Licht gebrochen und lässt den Schmetterling regelrecht schimmern. Andererseits dienen die Schuppen dem Schmetterling als Auftrieb beim Fliegen, da sie hohl und luftgefüllt sind. Wenn sie fehlen, hat der Schmetterling keine Hilfe beim Fliegen mehr, benötigt mehr Energie und manchmal ist es ihm sogar unmöglich noch zu fliegen, sodass der Schmetterling nicht genügend Nahrung finden kann und früher stirbt. Schmetterlingsexperten raten daher, dass wenn man Schmetterling überhaupt anfasst, solle man sie vorsichtig am seitlichen Körper berühren und nicht stark drücken. Denn die Berührung der empfindlichen Flügel hinterlässt nicht nur Schmetterlingsstaub beim Menschen, sondern erschwert das Leben des Insekts.



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