#FaktenFreitag – 1. Mai, Tag der Arbeit

Der 1. Mai, der Tag der Arbeit, ist ein gesetzlicher Feiertag. Doch woher kommt dieser Tag eigentlich? Am 1. Mai 1886 gingen in den USA Hunderttausende Arbeiterinnen und Arbeiter in verschiedenen Städten auf die Straße und forderten bessere Arbeitsbedingungen, vor allem einen kürzeren Arbeitstag mit acht Stunden. Dabei kam es bei Gefechten und schweren Auseinandersetzungen zu zahlreichen Verletzten und einigen Toten. 1889 trafen in Paris Gewerkschaften aus der ganzen Welt zum zweiten Internationalen Arbeiterkongress ein. Dort wurde beschlossen, dass man sich dem Vorhaben des Amerikanischen Arbeiterbundes anschließt und am 1. Mai 1890 weltweit demonstriert. So festigte sich der 1. Mai Aktions- und Feiertag der Arbeiterinnen und Arbeiter und ihrer Bewegungen.


Rund um den Maifeiertag gibt es verschiedene Bräuche und Traditionen. Eine davon ist das festliche Aufstellen des Maibaums, der in der Regel auf einem zentralen Platz des Ortes oder der Stadt aufgestellt wird. Eine weitere Tradition ist der Tanz in den Mai. Dabei wird am Abend des 30. April gefeiert und somit nachts in den Mai getanzt. Dieser Brauch hat sich von der Walpurgisnacht abgeleitet und feiert den Übergang zur warmen Jahreszeit.


Feierlichkeiten wie diese sind dieses Jahr durch die Corona-Pandemie abgesagt worden und leider nicht möglich. Ebenfalls sind Demonstrationen und Streiks der Arbeiter und Arbeiterinnen nicht durchzuführen. Dafür werden digitale Lösungen gesucht und so sollen Forderungen dieses Jahr online erfolgen, zum Beispiel in den Sozialen Netzwerken oder durch Livestreams.


Durch Covid-19 ist die Arbeitssituation momentan stark verändert und angespannt. Einige müssen so viel und unter so harten Bedingungen arbeiten wie noch nie, andere haben kaum noch etwas zu tun und müssen in Kurzarbeit gehen. Wieder andere sitzen im Homeoffice oder müssen ganz um ihre Jobs bangen oder können ihre Arbeit momentan nicht ausführen, da das jeweilige Geschäft geschlossen hat.


Sonst freuen sich viele, wenn sie mal einen Tag frei haben oder nicht arbeiten müssen – dieses Jahr appellieren wir daran, dankbar für das zu sein, was man hat. Und momentan dankbar zu sein, wenn man arbeiten kann und wenn man so weit es geht gesund ist.



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