#FaktenFreitag – Diagnose Epidermolysis Bullosa

Die Geburt eines Kindes hat immer etwas Überwältigendes. Meist sind die Gefühle positiv – die Freude groß. Wenn die Ärzte bei einem Neugeborenen jedoch plötzlich offene Wunden, Blasen auf der Haut oder sogar fehlende Hautareale und -stücke entdecken, kann dieses Gefühl schnell kippen.

Um eine Diagnose stellen zu können, müssen zunächst alle Krankheiten und Ursachen, die Blasen hervorrufen, bedacht werden. Dazu zählen auch mögliche Infektionen. Können diese ausgeschlossen werden, sollte schnell an #EpidermolysisBullosa gedacht werden. Wenn kein Fall von EB in der Familie bekannt ist, wird für die Diagnose eine kleine Hautprobe (eine Hautbiopsie für Immunfluoreszenz/Antigen-Mapping, Genanalyse) entnommen.



Was Eltern eines Neugeborenen mit der Schmetterlingskrankheit beachten sollten:


  • Berührung und Kontakt mit den Eltern ist genauso wichtig wie bei gesunden Babys – beim Hochheben jedoch aufpassen und am Anfang das Baby lieber auf eine weiche Unterlage (Lammfell, Kissen, …) legen und es mit dieser zusammen hochheben.

  • Stillen ist auch bei Schmetterlingskindern möglich und sollte probiert werden. Sollte dies nicht funktionieren, gibt es spezielle Sauger.

  • Bei Kleidung Druckstellen vermeiden: Am besten den Strampler auf links anziehen, damit die Nähte außen liegen.

  • Keine Pflaster oder klebenden Materialien verwenden.

  • Bei Fragen zur Wundversorgung und mehr uns oder Alligatura kontaktieren. Dank unserer Erfahrung können wir Eltern, die von der Diagnose oft überrumpelt werden, helfen und sie unterstützen.



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