#FaktenFreitag – Heilung

Epidermolysis Bullosa, auch Schmetterlingskrankheit genannt, zählt zu den chronischen seltenen Erkrankungen. EB ist genetisch bedingt und nicht heilbar. Behandelt werden können lediglich die Beschwerden. In der Medizin nennt man dies symptomatische Therapie. Bei EB zählen die Wundversorgung und Schmerztherapie dazu sowie Maßnahmen zur Vorbeugung und Vermeidung von Verletzungen, die erneute Blasen, Wunden und Schmerzen hervorrufen. Weitere Behandlungen beinhalten chirurgische Eingriffe, Ernährungsberatung, Bluttransfusionen und mehr. Die Forschung geht immer weiter, um doch noch eine Heilung zu finden. 2017 konnte so durch Gentherapie einem Schmetterlingskind geholfen werden. Der Junge hatte bereits rund 60 Prozent seiner Oberhaut verloren. Für die Gentherapie wurde ihm ein Stück heile Haut entnommen. In das Erbgut dieser Hautzellen wurde ein gesundes Gen eingebaut. Daraus wurde rund ein Quadratmeter Haut gezüchtet, die dem Betroffenen transplantiert wurde. Seine Haut verheilte ohne weitere Probleme und bildet seitdem keine Blasen mehr. Ein großer Schritt in der Forschung! Trotzdem heißt das nicht, dass EB grundsätzlich geheilt werden kann, denn die Schmetterlingskrankheit kann durch unterschiedliche Gendefekte ausgelöst werden und nicht jeder lässt sich einfach im Labor beheben.



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