#FaktenFreitag – Die Haut

Die Haut als größtes Organ des Menschen schützt uns nach innen und nach außen. Auch ist die Haut ein wichtiges Sinnesorgan: Hier spüren wir Druck, Temperatur und auch Schmerz. Doch was ist, wenn diese Funktion eingeschränkt ist wie bei Epidermolysis Bullosa?


Bei der Schmetterlingskrankheit braucht die Haut zusätzlichen Schutz, da sie den Körper sonst nicht ausreichend von sich aus schützen kann. Die Haut ist anfällig für Druck und Reibungen, es bilden sich Blasen und Verletzungen. Verbände, Abpolsterungen und intensive Pflege sind nötig, um die empfindliche Haut zu versorgen und vor äußeren Einflüssen zu schützen. Das hat Auswirkungen auf den gesamten Betroffenen: Wenn der äußere Schutzmantel beschädigt ist schwächt es den ganzen Körper. Wundinfektionen, Energie für die ständige Wundheilung und Schmerzen sind daraus entstehende Folgen.


Die Haut dient außerdem als Organ des Immunsystems. Ist diese verletzt, ist das Immunsystem anfälliger und schwächer. Als größtes Organ mit ausgeprägtem Tastsinn, führen Reize zu Temperatur-, Druck-, Berührungs- und Schmerzempfindungen. Bei EB reagiert die Haut empfindlicher auf diese Reize; Blasen und Wunden entstehen.


Die Haut hat zudem eine Ausdrucksfunktion: Aufgrund des Aussehens der Haut werden Rückschlüsse auf Alter, seelische Verfassung, Charaktereigenschaften und auch Krankheiten gezogen. Auch das Eigenbild wird durch das Aussehen der Haut stark geprägt. Gerade bei EB spielt eine seelische Belastung und oft Unverständnis von Außenstehenden mit hinein, da die Haut der Betroffenen oft als unästhetisch oder abstoßend angesehen wird. Aber merkt euch: EB ist nicht ansteckend; also schaut nicht weg, sondern schaut uns an!



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